Abwasserbeseitigung
Marktschorgast
bestehend
aus den Kläranlagen in Marktschorgast und Ziegenburg
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Leiter: |
Klärwärter
Hans Tischhöfer |
Telefon:
09227/2160 D-1:
0170/8543398 |
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Stellvertreter: |
Klaus
Hörath |
Telefon:
09227/2160 D-1:
0170/8543398 |
Der
Markt Marktschorgast begann im Jahr 1959 mit der Planung und Umsetzung
einer zentralen Abwasserbeseitigung. In den folgenden Jahren wurde das
Kanalnetz nach dem Mischsystem errichtet. Im Jahre 1963 wurde eine
mechanisch-biologische Kläranlage nach dem Tropfkörperverfahren im
Perlbachtal errichtet und in Betrieb genommen. Nach den damaligen
Richtlinien wurde die Anlage auf 2000 Einwohnerwerte ausgelegt.
Diese
Anlage wurde 1993 außer Dienst gestellt und beseitigt. Beibehalten wurde
die Kanalisation nach dem Mischsystem, das den derzeit geltenden Regeln
der Technik angepasst wurde. In den Neubaugebieten Am Herrnberg und
Am Steinhügel erfolgt die Entwässerung im Trennsystem. Im Jahr
1994 wurde im Bereich der Talmühle ein Regenüberlaufbecken zur
Entlastung des Mischsystems errichtet und in Betrieb genommen.
Die
ersten Planungen für die Erneuerung der Kläranlage stammen aus dem Jahr
1987.Die ersten Entwürfe basieren auf dem Tropfkörperverfahren. Der
bestehende Tropfkörper sollte weiter verwendet werden. Mit Inkrafttreten
der Rahmen Abwasser Verwaltungs-Vorschrift vom 08.09.1989 wurden an die
Abwasserreinigung höhere Anforderungen gestellt. Die neu zu errichtende
Kläranlage war nun auf Nitrifikation auszulegen.
Vorgesehen
und verwirklicht wurde eine Kläranlage nach dem Belebschlammverfahren mit
drei Kammern. Diese Kammern sind mit feinblasiger Belüftung und Rührwerken
ausgestattet.Diese Anordnung hat den Vorteil, dass zusätzlich zur
Nitrifikation auch Denitrifikation betrieben werden kann.Der Vorteil
dieses aufwendigen Verfahrens ist, das neben den Kohlenstoffverbindungen
auch Stickstoff aus dem Abwasser eliminiert werden kann. Die Planung der
Anlagen aus dem Jahr 1959 und 1990 wurde durch das Ing. Büro E. Gräber,
Bayreuth durchgeführt.
Allgemeine Beschreibung der neuen Kläranlage:
| Im Betriebsgebäude sind das Labor und die Schaltwarte untergebracht. Im Keller des Betriebsgebäudes ist der mechanische Teil der Anlage angeordnet. Dieser besteht aus einem Feinrechen mit 3 mm Stababstand und einem belüfteten Langsandfang mit Fettabtrennung. Weiter sind eine Werkstatt und die Gebläsestation im Keller untergebracht. | ![]() |
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Das
Belebungsbecken hat ein Gesamtvolumen von 1200 m³. Das erste Becken
ist unbelüftet und dient der Denitrifikation. Im Jahr 2000 wurde
die Steuerung des zweiten Beckens auf Redox- Steuerung
umgestellt. Das heißt, das in diesem Becken intermittierend
nitrifiziert wird. Hier wird abwechselnd, je nach Belastung und
Redoxwert belüftet oder nur umgerührt. Das dritte Becken wird ständig
belüftet. Die Steuerung erfolgt über den Sauerstoffwert.
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| Im Nachklärbecken setzt sich der
eingeleitete Belebschlamm ab, das gereinigte Wasser fließt über
die Ablaufrinne zum Perlenbach. |
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Der
entsehende Überschuss Schlamm wird, je nach Zuwachs, in den
Schlammstapelraum gepumpt. In 3 Kammern können hier bis zu 650 m³
Schlamm zwischengespeichert werden.
Der
gereinigte und ausgefaulte Klärschlamm wird den Vorschriften entsprechend
untersucht und zur Zeit noch als Dünger in die Landwirtschaft abgegeben.
Dies ist im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes eine sehr
umweltfreundliche Verwertung des Schlammes.
Auslegungsdaten:
Die
neue Kläranlage wurde auf 3500 Einwohnerwerte ausgelegt.
Bei
Trockenwetter sollte der max. Zulauf 800 m³ /Tag nicht übersteigen.
Zur
Zeit fließen bei Trockenwetter ca. 450 m³ Abwasser der Anlage zu.
Bei
Regenwetter ist die Zulaufmenge auf ca. 135 m³ /Stunde begrenzt. Der Rest
wird im Regenüberlaufbecken mechanisch gereinigt und bereits dort
abgeschlagen.
Die
derzeitige Belastung liegt bei ca. 2800 Einwohnerwerten.
Zur
Zeit leiten ca. 1700 Einwohner ihr Abwasser ein. Der Rest der Belastung
wird von den verschiedenen Gewerbe- und Industriebetrieben erzeugt.
Die
Reinigungsleistung liegt bei über 98 % !!