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Marktschorgast, 18.
September 2010
Floriansjünger nehmen modernes Feuerwehrgerätehaus in
Besitz

Zur
Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses konnte
Bürgermeister Hans Tischhöfer am Samstag, 18. September
160 geladene Gäste aus Feuerwehren, Vereinen,
Unternehmen und Politik begrüßen. Pfarrer Zlatko
Kidjemet und sein evangelischer Amtsbruder Armin
Baltruschat stellten in einem ökumenischen
Segensgottesdienst, der vom Posaunenchor Streitau unter
Leitung von Wolfgang Mattes mit ausgestaltet wurde, das
neue Feuerwehrgerätehaus unter den Schutz Gottes. Sie
spendeten ein Auferstehungskreuz, das Zuversicht
ausstrahlt.
Sodann meinte Architekt Hans-Hermann Drenske „heute ist
ein geschichtsträchtiger Tag, der in die Annalen des
Marktes Marktschorgast eingeht“ und stellte
chronologisch- nach den ersten Entwürfen im September
2007 –den Verlauf der Baumaßnahme, die auf einer
Grundstücksfläche von 1700 Quadratmeter, einer
Grundfläche von 350 Quadratmeter und einem umbauten Raum
von 1870 Kubikmeter errichtet wurde, vor Augen. Das neue
Bauwerk bestehe aus Fahrzeughalle für zwei Fahrzeuge mit
großer Werkstatt als eingeschossiger Stahlskelettbau mit
Blechfassade und drei Eingangstoren. Der zweigeschossige
Sozialtrakt als Mauerwerksbau umfasse im Erdgeschoß ein
Büro, Waschräume, WC`s und Technik sowie im Obergeschoß
den Schulungsraum, Küche und Lehrmittelraum. Das gesamte
Bauwerk werde ökologisch beheizt mit einer sogenannten
Wasserwärmepumpe aus eigener Quelle. Ehe Architekt
Drenske in seiner letzten offiziellen Handlung
symbolisch den Schlüssel an den Bürgermeister als
obersten Dienstherr der Feuerwehr übergab, wartete er
mit einer Überraschung auf und sagte: „Ich habe mich als
gebürtiger Schorchetzer in Verbundenheit zu meiner
Heimat entschlossen, Euch das große Feuerwehrwappen am
Gebäude zu spenden“.
„Bis wir dieses gelungene und zweckmäßige Bauwerk heute
der Feuerwehrübergeben konnten“, so Bürgermeister Hans
Tischhöfer in seiner Festrede, „musste ein langer Weg
zurückgelegt werden“ und ließ die Geschichte der 1874
gegründeten Feuerwehr Revue passieren. Im Hinblick auf
die Kosten führte das Gemeindeoberhaupt aus, dass sich
diese Dank der Eigenleistungen sehr zur Freude des
Marktgemeinderates nicht nach oben, sondern nach unten
entwickelt hätten. Durch die Übernahme der gesamten
Malerarbeiten, der Baustellenreinigung und die
Anpflanzung der Außenanlagen konnten 11 000 Euro
eingespart werden. Die Baunebenkosten fielen um 14 000
Euro niedriger aus. Der Feuerwehrverein stellte 15 000
Euro zur Verfügung. So blieben nach den Worten des
Bürgermeisters von der beauftragten Summe in Höhe von
690 000 Euro noch 650 000 übrig. Da der gewährte
Zuschuss der Regierung für die zwei Fahrzeugstellplätze
in Höhe von insgesamt 80 000 Euro schon eingegangen ist,
liegen die Aufwendungen der Marktgemeinde bei 570 000
Euro. „Diese Entwicklung ist doch sehr erfreulich und
ich möchte mich bei allen, die ihren Beitrag dazu
geleistet haben, herzlich bedanken“, betonte der
Bürgermeister ausdrücklich.
Weiter dankte das Gemeindeoberhaupt den aktiven
Feuerwehrleuten, den Mitarbeitern der am Bau tätigen
Firmen, den Projektleiter Erwin Wittek, der Firma
Vitrulan für die kostenlose zur Verfügungstellung der
hochwertigen Textilglastapeten und dem Maler Franz Gimpl.
„Das neue Feuerwehrgerätehaus“, so der Bürgermeister,
„ist eine Investition in die Sicherheit unserer
Bürgerinnen und Bürger, in den Schutz für alle Betriebe,
aber auch für den Nächsten, der Hilfe braucht, sei es
hier im Ort oder draußen auf der Bundesautobahn A 9. An
die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr gewandt,
meinte der Bürgermeister. „Für euch beginnt heute ein
neuer Anfang. Ihr dürft dieses tolle Feuerwehrhaus mit
Leben erfüllen“. Dann übergab Tischhöfer ganz das
Gebäude ganz offiziell seiner Bestimmung und überreichte
den Schlüssel des Hauses an den Kommandanten Jürgen
Gampert. Dieser meinte: „Der Bau ist fertig. Er steht
nun da. Er bietet optimale Voraussetzungen für unsere
Aufgaben“.
Von einem großen Tag für die Freiwillige Feuerwehr aber
auch für den Markt Marktschorgast sprach Landrat Klaus
Peter Söllner. „Sie können stolz auf das gelungene,
funktionsgerechte Werk sein, auf dessen Übergabe der
Bürgermeister schon seit Wochen entgegen fieberte“. Im
Hinblick auf die leistungsfähigen Firmen in
Marktschorgast, die für viele Arbeitsplätze sorgen,
würden an die Wehr „besondere Herausforderungen“
gestellt. Die Marktschorgaster Feuerwehr nannte der
Landrat „eine Bastion im Kulmbacher Oberland“. Mit ihren
jungen Leuten gehe die Marktschorgaster Wehr in eine
gute Zukunft. Ihr Engagement verrate auch, welcher Geist
in der Freiwilligen Feuerwehr herrsche. „Macht weiter
so!“ und wünschte „Glück auf!“
Kreisbrandrat Stefan Härtlein gratulierte namens der
Führungskräfte des Landkreises Kulmbach zur gelungenen
Baumaßnahme. Sie biete beste Voraussetzungen für die
Ausbildung der Feuerwehrleute, die einen hohen
Stellenwert genieße.
„Aus dem Schulungsraum für die Feuerwehr ist ein
Feuerwehrgerätehaus geworden, das optimal geplant,
maßgeschneidert für die Aufgaben, bestens ausgerüstet
und solide finanziert ist“, betonte Josef Kofer, der
Vorsitzende des Feuerwehrvereins. Doris Tischhöfer, die
Frau des Bürgermeisters, bezeichnete er als „Mutter der
Nation“, die für „glanzvolle Sauberkeit“ sorgte. Für
den Feuerwehrverein konnte er an diesem Tag gleich
mehrere Mitglieder gewinnen. Namens der Feuerwehr sagte
Kofer „Vergelt`s Gott“ und lud zur „Haxenschlacht“ ein.
Der Nachmittag und der Abend gehörten am „Tag der
offenen Tür“ der Bevölkerung, die wusste zu feiern, war
begeistert und schloss das neue Feuerwehrgerätehaus in
ihr Herz. Heinz Strauß: „Es ist alles wunderbar“. Und
Elsa Püschel-Voit: „Eine ausgezeichnete Baumaßnahme,
wunderbar und ansprechend“.

Die Geistlichen Zlatko Kidjemet (links) und Armin
Baltruschat segneten das neue Feuerwehrgerätehaus und
übergaben dieses Auferstehungskreuz.

Bürgermeister Hans
Tischhöfer bei seiner Festrede vor „versammelter
Mannschaft“ mit 160 geladenen Gästen in der
Fahrzeughalle: stolz auf das neue Feuerwehrgerätehaus,
dankt, wünscht dem Kommandaten Jürgen Gampert mit seiner
Mannschaft „Gottes Segen“ und schließt mit „Gott zur
Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

(Von
Bruno Preißinger) |