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Fußwallfahrt Gößweinstein

20.08.2019

Rückblick  und Gedanken zur 20. Fusswallfahrt nach Gössweinstein:

Bei bestem Wetter hatte sich wieder eine kleine Pilgerschar eingefunden, diesmal in der  evangelischen Dreifaltigkeitskirche Marktschorgast, um sich den Reisesegen nach Gössweinstein zu erbitten. "Das Gott uns seine Freundschaft auf unserem Pilgerweg, aber auch auf all unserem Lebensweg anbietet, dessen dürfen wir uns sicher sein", so die einführenden Worte zusammen mit einem Segen von Andrea Schiphorst. Das Freundschafts-Armband wurde als sichtbares Zeichen an alle Teilnehmer verteilt. Als evangelische und katholische Christen waren wir zusammen auf dem bevorstehenden Weg (60 km) unterwegs - und sowohl "Erst-Pilger", "Zurückgekehrte-Pilger", als auch die "Dauer-Pilger", freuten sich auf die bevorstehende Reise.

Entlang der Schiefen Ebene über Himmelkron und Lanzendorf bis zum Windrad am Bindlacher Berg, erreichten wir Crottendorf. Hier erfolgte eine traditionelle Einkehr und Stärkung ("Göttingerlabla") für den Rest des Weges bis Bayreuth. In der "Gaststätte Grüner Baum" endete dann nach dem Abendessen der erste Tag unserer Wallfahrt.

Am nächsten Morgen kam "Verstärkung" in Bayreuth (Y-Haus) an und ein gutes dutzend Wallfahrer stimmte sich mit Liedern und Gebete auf den langen Weg (40 km) ein. Entlang des Mistelbaches, dem Mühlenweg und durch das Ahorntal erreichten wir pünktlich um die Mittagszeit Hintergereuth. Nach einem kurzen Dankgebet und dem Zwölfuhrläuten in der Hauskapelle der Brauerei Stöckel, nahmen wir im überdachten Biergarten unser Mittagessen mit einem wohlverdienten Seidla Bier ein.

Der Aufbruch zum letzten Teil der Wallfahrt, vorbei an Poppendorf, Adliz und Steifling bis zur "Hasslacher Leite", erforderte von jedem Einzelnen höchste Anstrengung. Von hier aus ergab sich uns ein grandioser Ausblick auf das Herzstück der Fränkischen Schweiz. Unser Weg führte uns weiter über Hasslach nach Kleinlesau. Nach einer kurzen Rast ging es hinunter durch ein romantisches Tal ins Felsenstädtchen Tüchersfeld. Hier wurden nochmals die letzten Kräfte mobilisiert, um durch den Ort ein Wallfahrerlied anzustimmen. Wir überquerten die fischreiche Püttlach und kurz nach dem letzten steilen Anstieg (Kreuzweg) von Tüchersfeld tauchten vor uns die ersten Häuser von Gössweinstein mit den Türmen der Basilika auf. Es ist der bedeutendste Wallfahrtsort zur Heiligsten Dreifaltigkeit in  Deutschland, ein Bau des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Um 19 Uhr dann erfolgte der Höhepunkt unserer Wallfahrt: ein Festgottesdienst in der Basilika, den Pater Fabian zelebrierte und dabei die Marktschorgaster Wallfahrer herzlich begrüsste.

Auf der zweitägigen Wallfahrt nach Gössweinstein empfand man es als Wohltat, bewusst Zeit mit Gott im Gebet, in Liedern und im Gespräch mit dem Nächsten zu verbringen. Der fast schon meditative Blick durch die Natur und die sich daraus ergebende Freude an Gottes Schöpfung gehörten natürlich kostenlos dazu.

Neben Liturgie und Gebet ist es alte Tradition, dass auch die Gemütlichkeit einen Platz im Leben der Gläubigen einnimmt. Beides gehört zusammen. Und so kehrten wir im Anschluss an den Gottesdienst in einen Gasthof ein, um den durch den anstrengenden Marsch ausgelaugten Körper, mit gutem Essen und Trinken wieder auf die Beine zu helfen. Trotz Blasen an den Füßen und drückenden Schuhen erreichten wir unser Ziel. Wie sagt man so schön: "Blasen läuft man sich, wenn's der liebe Gott will!" Unsere Wallfahrt wurde noch mit einem obligatorischen "Pilgertropfen", der vom Wallfahrtsführer ausgehandelt wurde, abgerundet.

Ob man nun zum ersten Mal, oder schon des öfteren pilgernd nach Gössweinstein unterwegs war - es wird immer ein besonderes persönliches Erlebnis bleiben. Ein Dankeschön allen, die für Fahrgelegenheiten an beiden Tagen sorgten und ihre Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung stellten. So bleibt uns nur zu wünschen, im nächsten Jahr wieder einige "neue und alte Wallfahrer" begrüßen zu können wenn es wieder heisst: "Wir geh'n nach Gössweinstein!"

                          

                                                                                                      August 2019

                                                                                                        Herbert Bittermann

 

Foto: Unterwegs: Zwischenstopp an einem Wegweiser

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